Beschreibung
Karsten Wollny, der mit über zwanzig Jahren Berufserfahrung ein alter Hase im Geschäft ist, hat die komischsten und skurrilsten Erlebnisse aus dem Alltag eines Möbelpackers aufgeschrieben. Die wahren Geschichten erzählen von Begegnungen, nach denen man fremde Haushalte nicht mehr ganz ungezwungen betritt. Als Wollny und Kollegen zum Beispiel das Chaos in der Messie-Wohnung eines Pastors beseitigen müssen, fallen sie fast vom Glauben ab. Als Nächstes geraten sie bei einem Ehepaar in Trennung mitten in einen handfesten Streit und zu allem Überfluss ist die Kaffeemaschine, wie so oft, schon eingepackt. Karsten Wollny beweist in seinem Buch, dass er neben dem nötigen Galgenhumor über ein ausgeprägtes psychologisches Gespür für seine Kunden verfügt - zwei unabdingbare Eigenschaften, wenn man länger als zwei Tage in diesem Geschäft überleben will.
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Hersteller:
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Autorenportrait
Karsten Wollny, 1964 geboren, lebt in Hamburg und arbeitet seit zwei Jahrzehnten als Möbelpacker. Nebenbei schreibt er Kurzgeschichten und Romane. Die zündende Idee kam ihm schließlich auf der Ladefläche eines Lkw: das, was seine Kunden ohnehin täglich bei ihm abladen, zu Papier zu bringen.
Leseprobe
»Als wir in der Wohnung standen, ereilte uns zuerst ein leichter Schock. Da war nichts vorbereitet. Dass der Kunde ganz so wie jeden Morgen einfach aus der Wohnung zur Arbeit gegangen war und sich wohl gedacht hatte, die Möbelpacker würden das schon machen, erlebten wir nicht oft. Der Typ war regelrecht vom Frühstückstisch aus losgegangen. Die leere Eierschale war noch im Becher auf dem Tisch. Was für eine Unverschämtheit!, sagte Otis, bevor er noch resigniert murmelte, dass das ja wohl wieder Mitternacht werden würde. Bis abends um sieben hatten wir alles verpackt, runtergeschleppt, schmutziges Geschirr einfach so in Packseide gewickelt und waren irgendwann tatsächlich fertig. Und dann kam da ein Typ in Anzug mit Aktenmappe in der Hand die Treppen hoch. Ich hatte noch nie gesehen, dass einem Mann wirklich die Tasche aus der Hand fällt. Was machen Sie mit meinen Sachen?, fragte er, nachdem er die Kinnlade wieder hochgekriegt hatte, und dann hatte er schon das Handy am Ohr. Polizei und Anwalt waren gerufen, bevor wir uns klarmachen konnten, was geschehen war: Der Hausmeister hatte uns die falsche Wohnung aufgeschlossen.«Karsten Wollny