0

Racheklingen

Roman, Die Klingen-Romane 4

Erschienen am 05.10.2009
Auch erhältlich als:
18,00 €
(inkl. MwSt.)

Lieferbar innerhalb 24 Stunden

In den Warenkorb
Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783453525221
Sprache: Deutsch
Umfang: 927 S.
Format (T/L/B): 5 x 20.6 x 13.5 cm
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Der Meister der modernen Abenteuer-Fantasy Die Söldnerin Monzcarro Mercatto hat alles, was sie sich wünschen kann: einen Geliebten, Geld im Überfluss und Ansehen beim Volk von Styrien. Dem Großherzog ist ihr Erfolg jedoch ein Dorn im Auge, und so lässt er sie kurzerhand beseitigen - denkt er. Doch Monzcarro überlebt wie durch ein Wunder und kennt nur noch ein Ziel: Rache. Nach seinem triumphalen Erfolg mit den Romanen um den Barbaren, den Inquisitor und den Magier kehrt Joe Abercrombie in Racheklingen erneut in die fantastische Welt seiner Helden zurück. Action, Spannung und Humor garantiert!

Autorenportrait

Joe Abercrombie arbeitet als freischaffender Fernsehredakteur und Autor. Mit seinen weltweit erfolgreichen 'Klingen'-Romanen hat er sich auf Anhieb in die Herzen aller Fans von packender, düsterer Fantasy geschrieben und schafft es regelmäßig auf die internationalen Bestsellerlisten. Joe Abercrombie lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in Bath.

Leseprobe

Der Sonnenaufgang hatte die Farbe schlechten Blutes. Es sickerte aus dem Osten und schickte rote Flecken ?ber den dunklen Himmel, ?bergoss die Wolkenfetzen mit gestohlenem Gold. Darunter ringelte sich die Stra? den Berg zur Festung Fontezarmo hinauf - eine Gruppe zusammengedr?ter, kantiger T?rme, die ascheschwarz in den verwundeten Himmel ragte. Der Sonnenaufgang war rot, schwarz und gold. Die Farben ihres Berufes. "Du siehst heute Morgen besonders bezaubernd aus, Monza." Sie seufzte, als sei dieser Umstand reiner Zufall. Als h?e sie keine ganze Stunde vor dem Spiegel zugebracht und sich sch?ngemacht. "Tatsachen sind Tatsachen. Sie festzustellen, ist keine Kunst. Du beweist lediglich, dass du nicht blind bist." G?end reckte sie sich im Sattel und lie?ihn einen Augenblick zappeln. "Aber ich bin gern bereit, mir mehr anzuh?ren." Er r?perte sich ger?chvoll und hob eine Hand, wie ein schlechter Schauspieler, der zu einem gro?n Monolog ansetzt. "Dein Haar ist wie. ein Schleier aus schimmerndem Zobel!" "Du aufgeblasener Angeber. Was war es gestern? Ein mitternachtschwarzer Vorhang. Das hat mir besser gefallen, da schwang ein Hauch Poesie mit. Schlechte Poesie zwar, aber immerhin." "Schei?." Er sah mit zusammengekniffenen Augen zu den Wolken auf. "Aber deine Augen, sie schimmern wie durchdringende, unbezahlbare Saphire!" "Jetzt habe ich auch noch Steine im Gesicht, oder was?" "Lippen wie Rosenbl?ten?" Sie spuckte in seine Richtung, aber er war darauf vorbereitet und wich aus, sodass der Schleim an seinem Pferd vorbei auf die trockenen Steine neben der Stra? klatschte. "Das ist f?r deine Rosen, damit sie besser wachsen, du Arschloch. Das kannst du besser." "Es wird jeden Tag schwerer", maulte er. "Der Edelstein, den ich dir gekauft habe, steht dir gut." Sie hob die rechte Hand, um ihren Ring zu bewundern, geschm?ckt mit einem Rubin von der Gr?? einer Mandel, der die ersten Sonnenstrahlen auffing und wie eine offene Wunde schimmerte. "Ich habe schon h?lichere Dinge geschenkt bekommen." "Er passt zu deinem feurigen Temperament." Sie schnaubte. "Und zu meinem verdammten Ruf." "Schei?auf deinen Ruf! Das ist doch nur das Gequatsche von Idioten. Du bist ein Traum. Eine Vision. Du siehst aus wie." Er schnippte mit den Fingern. "Wie eine wahre Kriegsg?ttin!" "Eine G?ttin, ja?" "Eine Kriegsg?ttin. Gef?t dir das?" "Das geht durch. Wenn du Herzog Orso auch so gut in den Arsch kriechen kannst, dann kriegen wir vielleicht sogar eine Sonderzahlung." Benna spitzte die Lippen in ihre Richtung. "Ich liebe am Morgen nichts so sehr wie die ?ppigen, runden Hinterbacken Seiner Exzellenz. Sie schmecken nach. Macht." Hufe knirschten auf dem staubigen Weg, S?el knarrten und R?stungen klapperten. Die Stra? machte einen Bogen, dann noch einen. Der Rest der Welt blieb hinter ihnen zur?ck. Im Osten verblasste der Himmel von dunklem Rot zu ausgeblutetem Rosa. Langsam kam der Fluss in Sicht, der sich auf dem Grund des steilen Tals durch die herbstlichen W?er schl?elte. Schimmernd wie ein Heer auf dem Vormarsch str?mte er schnell und gnadenlos dem Meer entgegen, nach Talins. "Ich warte", sagte er. "Worauf?" "Darauf, dass ich nun meinen Teil der Komplimente bekomme." "Wenn dir noch mehr zu Kopf steigt, wird deine R?be noch platzen." Sie schlug ihre seidenen Manschetten um. "Und ich will deine Hirnmasse nicht auf meinem neuen Hemd haben." "Du hast mich durchbohrt!" Benna presste sich die Hand an die Brust. "Genau hier! Zahlst du mir so meine jahrelange Ergebenheit zur?ck, du herzlose Schlampe?" "Wie kannst du es wagen, mir ergeben zu sein, du Bauer? Du bist wie eine Zecke, die einer Tigerin ergeben ist!" "Tigerin? Ha! Wenn man dich mit einem Tier vergleicht, dann doch meist mit einer Schlange." "Besser als eine Made." "Hure." "Feigling." "M?rderin." Das konnte sie schwerlich leugnen. Schweigen ?berfiel beide. Ein Vogel zwitscherte auf einem d?rren Baum neben der Stra?. Bennas Pferd holte das ihre allm?ich ein, und ganz, ganz leise Leseprobe